Renkon Kinpira

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Japanisch kochen. Rezept. Renkon Kinpira

Renkon Kinpira ist eine Art Beilage mit Lotuswurzeln, die mit Sojasoße, Mirin und etwas Chili leicht süßlich und pikant gebraten werden. Es wird schnell und einfach zubereitet und ist ein populäres Gericht in japanischer häuslicher Küche.

Renkon Kinpira (蓮根きんぴら):
◦ Renkon (蓮根) = Lotuswurzel
◦ Kinpira (きんぴら) = im übertragenen Sinne stark, robust. Für Rezepte, in denen Gemüse mit etwas Sojasoße, Mirin und etwas Chili gebraten werden, wird das Wort traditionell verwendet.

Schwierigkeit: einfach

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten

Hier in dem Gericht Renkon Kinpira sind die dekorativen Scheiben Lotuswurzel und Stückchen rote Chili optisch sehr ansprechend. Lotuswurzeln sind ein in Japan sehr verbreitetes Wurzelgemüse, das in überfluteten Feldern geerntet wird. Sie haben eine interessante Struktur, die mit kreisförmig angeordneten Röhren durchgezogen ist, mit denen sie im Schlamm Luft ein- und ausatmen. Sie haben einen hohen Vitamin- und Mineralienanteil und gelten daher als gut zur Stärkung der Abwehrkräfte im Herbst und Winter, in dem sie Hauptsaison haben.

Kinpira steht für das in Japan gängige Rezept, in dem Gemüse, meist Wurzelgemüse wie z. B. Schwarzwurzeln oder Möhren, mit Sojasoße, Mirin und etwas Chili süßlich und pikant gebraten wird.

Ein typisches Kinpira Gericht ist das mit Schwarzwurzeln und Möhren (Kinpira Gobō). Weitere Beispiele sind das mit Lotuswurzeln, wie es hier vorgestellt wird, und das mit Kartoffeln.

Kinpira Gerichte werden als eine Art Beilage neben einem Hauptgericht serviert und stehen eher im Hintergrund vom Menü, schmecken aber auch alleine oder mit Reis einfach super.

Sesamöl, das gern für Kinpira Gerichte verwendet wird, riecht beim Erhitzen hoch aromatisch und macht das Gericht noch mehr appetitanregend.

Das Rezept (ausreichend für 2 Personen):

◦ Lotuswurzel: 200 Gramm (frisch oder Konserviert)
◦ Chilischoten: 1 Stück
Sojasoße: 2 EL
Mirin: 1 EL
Sake: 1 EL (alternativ 1 EL Weißwein)
Zucker: 1 EL
◦ Sesamöl: 1 EL

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Zubereitung:

1. Lotuswurzel waschen und in 4 mm dicke Scheiben schneiden (hier habe ich konservierte Packungen verwendet).

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Lotuswurzel konserviert (Werbung)
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Lotuswurzelscheiben vor dem Kochen

2. Getrocknete Chilischote für 5 min im lauwarmen Wasser eintauchen.

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Chilischoten im Wasser

Saaten entfernen und in sehr dünne Scheiben schneiden.
So wird die getrocknete Chilischote etwas eingeweicht und lässt sich viel einfacher in schöne dünne Scheiben schneiden. Wenn die Optik nicht wichtig ist, kann man sie auch gleich schneiden.

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Chilischoten in Scheiben geschnitten vor dem Kochen

3. Die fett markierten Zutaten in einer Schüssel gut verrühren.

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Sake für die Bouillon Mischung (Werbung)
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Sake und Gewürze in einer Schüssel verrühren

4. Sesamöl in einer Pfanne erhitzen.

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Sesamöl (Werbung)
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Sesamöl in einer Pfanne erhitzen

Die Chilischoten darin geben und bei mittlerer Hitze für ca. 1 Minute braten.

5. Lotuswurzelscheiben ebenso in die Pfanne geben und ca. 1 Minuten braten.

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Lotuswurzel mit Chili in der Pfanne

6. Die Bouillon in die Pfanne geben und kochen, bis die Bouillon fast komplett verschwunden ist.

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Bouillon in die Pfanne geben

Dabei die Scheiben ab und zu wenden, so dass sie die Bouillon gleichmäßig bekommen.

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Lotuswurzel, Chili und Bouillon gut gebraten

7. Das fertige Renkon Kinpira auf einem Teller servieren.

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Renkon Kinpira serviert

Fertig!

Guten Appetit bzw. Itadakimasu!

Zusätzliche Information. Frische und konservierte Lotuswurzeln:

Frische Lotuswurzeln sind ziemlich knackig und passen sehr gut zum Kinpira Rezept, indem sie für eine kurze Zeit gebraten werden. In Europa sind sie normalerweise nur in großen Asia Shops zu finden.

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Frische Lotuswurzel

Die konservierten Lotuswurzeln kann man bequem online bestellen (Werbung). Ich habe diesmal konservierte Packungen mit Lotuswurzelscheiben verwendet.

Lotuswurzeln haben einen zart süßen Geschmack, der auch etwas an Kartoffeln erinnert. Sie sind vielseitig verwendbar und sind nicht nur zum Braten, sondern auch zum Kochen oder zum Frittieren (z. B. Renkon Chips für Salate) geeignet. Sie waren eine der wenigen Gemüsesorten, die ich schon als kleines Kind gern gegessen habe. Ich wünsche mir sehr, dass frische Lotuswurzeln bald auch in normalen Supermärkten in Europa erhältlich sein werden.

Die konservierten Lotuswurzeln schmecken manchmal etwas sauer, weil sie im Wasser mit Zitronensaft eingetaucht sind, um Verfärbung zu vermeiden. Solche Lotus kann man vor dem kochen für ca. 10 min im Leitungswasser eintauchen. So geht der saure Geschmack weg.

Die frischen Lotuswurzeln verfärben sich sehr schnell nach dem Schneiden. Um schöne Optik zu erhalten soll man geschnittene Scheiben direkt in die Pfanne werfen und anfangen zu braten.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Kochen. Auf nohara.de gibt es zwei Mal monatlich neue leckere Rezepte – ich freue mich auf euren Besuch!

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