Iwashi no Umeni

Japanisch kochen. Rezept: Iwashi no Umeni

Bei Iwashi no Umeni handelt es sich um Sardellen, die mit Umeboshi und Ingwer in auf Sojasoße und Essig basierten Soße gekocht sind.

Iwashi no Umeni

Wegen dem sauren Umeboshi, Essig und etwas Ingwer ist das Gericht appetitfördernd und schmeckt auch kalt gut. Daher ist es geeignet auch für heiße Tage, an denen der Bauch eher nach Kühlem oder Leichtverdaulichem ruft, als nach einem deftigen Fleischgericht. Es schmeckt alleine oder auch mit gekochtem Reis (Gohan) hervorragend.

Iwashi no Umeni (いわしのうめに):
◦ Iwashi (いわし) = Sardellen
◦ no (の) = verbindendes Wort
◦ Umeni (うめに) = in Ume gekocht

Schwierigkeit: mittel

Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten (die Vorbereitung von Sardellen ist etwas aufwendig)

Sardellen sind in Japan eine sehr populäre Fischsorte, die traditionell als eine wichtige Eiweißquelle zählt und auf verschiedene Art und Weise genossen wird.

Sowohl sehr junge Fischchen, als auch größere erwachsene Fische werden gern gegessen in getrockneter Form (die auch für die Herstellung von Dashi benutzt wird), in gekochter Form, als Konserven, wenn sie besonders frisch sind, auch als Sashimi etc…

Da die Gräte von Sardellen im gekochten Zustand zart sind, können sie in diesem Gericht problemlos mit gegessen werden.

Als Soße werden nicht nur Sojasoße und Zucker mit Mirin, sondern auch Reisessig verwendet.

Beim Kochen im Topf duftet das Gericht sehr schön danach. Das ist für mich neben dem Geruch von Sojasoße und Zucker mit Mirin, ein für japanische Küche typischer Duft. Ich finde ihn sehr appetitlich.

Das Rezept (ausreichend für 2 Personen als Hauptgericht):

◦ Sardellen: 450 Gramm
◦ Umeboshi: 25 Gramm
Ingwer: 10 Gramm
Sojasoße: 1/2 EL
Reisessig: 1 EL
Sake: 1 EL (alternativ 1 EL Weißwein)
Zucker: 1/2 EL
Mirin: 1 EL
Wasser: 100 ml

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Zubereitung:

1. Sardellen enthaupten und Innereien entfernen.

Sardellen für Iwashi no Umeni vorbereiten
Sardelle für Iwashi no Umeni auf dem Schneidebrett
Sardellen für Iwashi no Umeni enthaupten und die Innereien entfernen

2. Mit laufendem Wasser vorsichtig waschen. Dabei auch die Bauchhöhle gut waschen. Das Wasser und Blut mit Küchenpapier gut abtupfen.

Sardellen für Iwashi no Umeni abtupfen

3. Ingwer in Scheibchen schneiden.

Ingwer für Iwashi no Umeni in Scheiben schneiden

4. Umeboshi entkernen und grob schneiden.

Umeboshi für Iwashi no Umeni
Umeboshi für Iwashi no Umeni vorbereiten
Umeboshi für Iwashi no Umeni entkernen

5. In einen großen Topf die fett markierten Zutaten geben, umrühren und einmal aufkochen lassen.

„Soße“ für Iwashi no Umeni

6. Hitze reduzieren und die Sardellen in den Topf legen. Dabei auch Ingwerscheiben und Umeboshi-Stückchen verteilen.

Zutaten für Iwashi no Umeni im Topf

7. Otoshibuta darauf legen und bei schwacher Hitze ca. 20 min. kochen. Dabei ab und zu die Soße mit dem Löffel auf die Fische verteilen.

Zutaten für Iwashi no Umeni im Topf mit einer provisorischen Otoshibuta darauf
Zutaten für Iwashi no Umeni gekocht

8. In einen Teller die Fischchen, Ingwerscheiben und Umeboshi-Stückchen anrichten.

9. Die übriggebliebene Soße darauf gießen.

Iwashi no Umeni serviert

Fertig!

Guten Appetit bzw. Itadakimasu!

Zusätzliche Information. Sonstiges:

Für ein gelungenes Kochergebnis ist es wichtig, die Sardellen sorgfältig zu bearbeiten. Also Kopf abschneiden, Innereien abnehmen, waschen (vor allem die Bauchhöhle) und überflüssiges Wasser und Blut vollständig abtupfen. Diese Schritte sind zwar etwas aufwendig, aber notwendig.

Für Umeboshi gibt es zwei Geschmacksrichtungen – einmal mit viel Salz und einmal mit weniger Salz. Die erste ist in traditioneller Art und Weise hergestellt (vermutlich wegen der langen Haltbarkeit in der Zeit, in der es keinen Kühlschrank gab) und die letztere ist die moderne Herstellung. Für das Gericht Iwashi no Umeni hier bitte die moderne Sorte mit weniger Salz verwenden, da die traditionellen Umeboshi wirklich extrem salzig schmeckt. Heute ist die Variante mit weniger Salz eher populärer – wahrscheinlich aufgrund des erhöhten Gesundheitsbewusstseins und der praktischen Aufbewahrung dank dem Kühlschrank.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Kochen. Auf nohara.de veröffentliche ich zwei Mal monatlich neue leckere japanische Rezepte – ich freue mich auf euren Besuch!

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