Chanchan Yaki

Japanisch kochen. Rezept. Chanchan Yaki

Bei Chanchan Yaki handelt es sich um frische Lachsfilets, die mit verschiedenen Gemüsesorten und Pilzen in einer auf Miso basierten Soße auf einer heißen eisernen Platte Teppan (wie Teppanyaki) gebraten.

Chanchan Yaki (ちゃんちゃん焼き):
◦ Chanchan (ちゃんちゃん) = Etymologie ist ungeklärt, es gibt verschiedene Hypothesen.
◦ Yaki (焼き) = gebraten

Schwierigkeit: einfach

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Das Rezept Chanchan Yaki ist eine Spezialität in der nördlichsten japanischen Präfektur Hokkaidō.

Chanchan Yaki wird einfach zubereitet und ist ein beliebtes Gericht im Herbst und Winter, wo Lachse ihre Saison haben. Lachs wird generell in ganz Japan sehr gern gegessen. Gefangen werden sie in nördlichen Gegenden, speziell auf der großen Insel Hokkaidō. Der Fisch ist zum Glück auch in Europa in jedem Fischladen zu finden.

Bei Chanchan Yaki werden oft Kohl, Möhren und Pilze mitgebraten. Eine für Chanchan Yaki typische Pilzsorte ist Shimeji Pilz. Der Shimeji Pilz schmeckt eigentlich sehr gut und mild und kann in verschiedensten Gerichten, egal ob japanisch, oder europäisch eingesetzt werden. Sie sind aber in Europa nur in sehr gut sortierten Supermärkten zu finden. Als Alternative zu Shimeji Pilz empfehle ich euch Austernpilze, eine in Europa verbreitete Pilzsorte.

Austernpilze für Chanchan Yaki

Austernpilze existieren traditionell auch in Japan, sind aber heutzutage weniger verbreitet als Shimeji. Sie passen meiner Meinung nach eigentlich auch sehr gut zur japanischen Küche und natürlich passen sie sehr gut zu Chanchan Yaki.

Das Rezept (ausreichend für 2 Personen):

◦ Lachsfilet: 2 Stück (am besten mit Haut, in Japan verwendet man gern Lachsfilets mit Haut)
◦ Möhre: 80 Gramm
◦ Zwiebel: 80 Gramm
◦ Kohl: 150 Gramm (ich empfehle für diesen Gericht Spitzkohl, man kann aber auch Weißkohl verwenden.)
◦ Austernpilze: 100 Gramm (alternativ 100 Gramm Shimeji)
◦ Butter: 15 Gramm
◦ Salz: 1 Prise
◦ Pfeffer: 1 Prise
Misopaste: 3 1/2 EL
Sake: 2 EL (alternativ 2 EL Weißwein)
Zucker: 1 EL
Mirin: 1 EL

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Zubereitung:

1. Lachsfilets mit einer Prise Salz und Pfeffer bestreuen.

Lachsfilets gewürzt

2. Kohl mundgerecht schneiden.

Kohl mundgerecht geschnitten

3. Zwiebel in etwa 1 cm dünne Streifen schneiden.

Zwiebel geschnitten

4. Möhren in ca. 1 cm breiten Scheiben schneiden.

Möhren vorbereitet
Möhren geschnitten

5. Pilze in Streifen schneiden bzw. zerreißen.

Austernpilze geschnitten

6. Die fett markierten Gewürze in einer Schüssel verrühren.

7. Pfanne erhitzen.

Pfanne aus Edelstahl

8. Butter in der Pfanne schmelzen lassen.

Die Butter in der Pfanne schmelzen

9. Lachsfilets auf die geschmolzene Butter mit Haut nach oben braten.

10. Wenn die Oberfläche etwas braun geworden ist, Filets wenden. Hier brät man zuerst mit der Haut nach oben, so dass die Hautseite nach dem Wenden dann immer direkt auf der Pfanne liegt, bis das Gericht fertig ist. So wird vermieden, dass die Fleischseite zu viel gebraten wird.

Lachsfilets gebraten

11. Die Möhren um die Lachsfilets herum streuen, am besten direkt auf die Pfanne legen, da sie zum Garkochen längere Zeit brauchen, als die anderen Gemüsesorten und die Pilze.

12. Die restlichen Gemüse und Pilze um die Lachsfilets herum streuen.

13. Die Soße auf die Gemüse geben.

Lachsfilets, Gemüse und die Soße in der Pfanne

14. Die Pfanne deckeln und ca. 10 – 15 min. kochen.

Mit Deckel braten
Fertig gebraten

15. Beim Servieren nach Geschmack ca. 10 Gramm Butter garnieren. Mit dem Aroma der schmelzenden Butter wird das Chanchan Yaki noch mehr appetitanregend.

Chanchan Yaki servierfertig

16. Vor dem Servieren die Lachsfilets in grobe Stückchen schneiden und mit Gemüse und Pilzen leicht untermengen (jeder kann von dort seine gewünschte Portion selber nehmen).

Lachs in Stückchen schneiden

Fertig!

Guten Appetit bzw. Itadakimasu!

Zusätzliche Information:

Eine mobile, eiserne Kochplatte Teppan (鉄板) gibt es in Japan in vielen Haushalten.

Kochplatte Teppan

Sie wird in der Mitte vom Esstisch gestellt und funktioniert mit Strom. Damit werden verschiedene Gerichte wie Teppanyaki, Yakisoba, Okonomiyaki frisch vor der ganzen Familie zubereitet. Chanchan Yaki zählt auch zu solchen Gerichten. Da so eine Kochplatte im europäischen Haushalt nicht üblich ist, kann man alternativ auch eine Pfanne benutzen. Ich empfehle euch eine gute Pfanne aus Edelstahl zu verwenden.

Das Klima von Hokkaidō ist dem von deutschsprachigen Ländern etwas ähnlich. Auf großer Fläche (was im bergischen Japan sonst eigentlich unüblich ist), werden viele Kartoffeln angebaut und viele Kühe zum Melken gehalten. Es ist kein Wunder, dass bei Zubereitung von Chanchan Yaki gern Butter verwendet wird.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Kochen. Auf nohara.de veröffentliche ich zwei Mal monatlich neue leckere japanische Rezepte – ich freue mich auf euren Besuch!

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2 Gedanken zu „Chanchan Yaki“

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